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01. Januar 2022

Projektupdate πŸ’§Water is Life – News von unserem Klimaschutzprojekt in Madagaskar

WaterisLife_Picture03

Wasser ist nicht nur die Voraussetzung für Leben - es ist ein Menschenrecht. 2,2 Milliarden Menschen auf der Welt haben jedoch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – viele davon sind Kinder.

Die Ursachen für diese Situation sind vielfältig, aber fast alle lassen sich auf extreme Armut zurückführen. Eines der am stärksten von der Wasserproblematik betroffenen Länder ist Madagaskar. Mit dem Projekt πŸ’§Water is Life setzen wir uns deswegen gemeinsam mit unseren Partnern dafür ein, die Lebensbedingungen der Bevölkerung in der Region Atsimo-Andrefana zu verbessern. Durch den Bau von solarbetriebenen Wasserpumpen kann ein umweltfreundlicher Zugang zu sicherem und sauberem Wasser für die Menschen vor Ort ermöglicht werden – und außerdem CO2 gespart werden.

Seit knapp einem Jahr unterstützen wir dieses Projekt – Zeit für eine Bestandsaufnahme. Was ist seitdem passiert? Wie hat sich die Situation vor Ort verändert?

Was wir bereits gemeinsam erreicht haben 

Stolz können wir erzählen, dass durch den Bau der solar-betriebenen Wassersysteme die folgenden Erfolge erzielt wurden:

πŸ’§       60.000 Liter sauberes Wasser pro Tag

πŸ‘¨‍πŸ‘©‍πŸ‘§‍πŸ‘¦    3.000 Menschen mit neuem Trinkwasserzugang

😎     100% weniger Erkrankungen aufgrund verunreinigter Wässer

Aber das haben wir natürlich nicht alleine geschafft – hinter dieser Erfolgsstory steckt eine Menge Teamwork!

πŸ‘©‍❀️‍πŸ‘©     549 Anzahl Projektunterstützer aus der YOU-Community

Gemeinsam haben wir so bereits

☁      6542 Tonnen CO2 kompensiert

Wo sind wir gestartet – das sog. Baselineszenario

          

Die Region rund um die Stadt Tulear gehört zu den am stärksten benachteiligten Regionen in Madagaskar. Mehr als 80 % der Bevölkerung haben hier keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Deswegen müssen die Menschen vor Ort täglich sehr lange Wege in den Halbwüstengebieten zurückzulegen, um dennoch irgendwie an Wasser zukommen. In den meisten Fällen wird das von Frauen und Kindern erledigt. Diese Wasserquellen sind aber weder sicherliefern sie sauberes Trinkwasser. Eigentlich sind sie nur eine Quelle: Eine Quelle für bedrohliche Gesundheitsprobleme. Mit der Verwendung von verunreinigtem Trinkwasser ist eine hohe Inzidenz an Krankheiten wie Durchfall, Darminfektionen und Parasiten verbunden. Krankheiten wie Typhus, Parasiten und Malaria gehören demnach zum Alltag der lokalen Bevölkerung. Um das Schlimmste zu vermeiden, kochen die Einheimischen in der Regel das Wasser mit Brennholz oder Holzkohle ab. Gut 43 % der Locals gaben bei einer unserer Befragung an, ihr Wasser mit Hilfe von offenem Feuer zu desinfizieren. Dieser Prozess der Holzverbrennung führt jedoch zur Freisetzung von signifikanten Mengen an Treibhausgasemissionen.

Das heißt: ohne das Projekt Water is Life waren die Menschen gezwungen, verunreinigtes Wasser zu konsumieren, oder dieses mit fossilen Brennstoffen wie Holz abzukochen. Das hat zu einem erheblichen Ausstoß der sog. Treibhausgase (THGs) wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) geführt.

Seit 2020 stehen beide Wassertürme und ermöglichen einen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dadurch ist das Abkochen von Wasser über offenem Feuer in der Region überflüssig geworden. Das führt zu einer jährlichen Einsparung an Emissionen von gut 10.000 Tonnen CO2 (mit Hilfe von CO2-Äquivalenten wurden die Mengen an Methan und Lachgas umgerechnet).

Wie sich das Leben für die Menschen vor Ort zum Positiven ändert

Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Klimaschutzprojekte neben der CO2-Einsparung (SDG 13) auch den sozialen Aspekt in den Vordergrund stellen. Deswegen werden mit den Maßnahmen des Projekts Water is Life die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen adressiert. Diese sog. SDGs, sind politische Zielsetzungen, welche weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen.

SDG 3: „Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“

πŸ’§ Projektziel: Bis 2030 soll die Zahl der Todesfälle und Krankheiten in der Region, welche aufgrund von gefährlichen Chemikalien, Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie -kontaminierung entstehen, erheblich reduziert werden

SDG 6: „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle Gewährleisten“

πŸ’§ Projektziel: Bis 2030 soll ein allgemeiner und gerechter Zugang zu sicherem und erschwinglichem Trinkwasser für alle in der Region geschaffen werden

SDG 12: „Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“

πŸ’§ Projektziel: Bis 2030 soll sichergestellt sein, dass die Menschen über die relevanten Informationen und das Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung und eine Lebensweise im Einklang mit der Natur verfügen

Aber was heißt das konkret? Seit der Inbetriebnahme der Wassersysteme ist ein Rückgang um 100% von Krankheiten hervorgerufen aufgrund verunreinigter Wässer zu beobachten. Knapp 3.000 Menschen mehr haben heute dank unserer Türme Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und mit Hilfe regelmäßiger Bildungskampagnen wird zudem das entsprechende Bewusstsein über die Relevanz von Hygiene innerhalb der lokalen Bevölkerung generiert. Ein weiterer Riesenerfolg ist, dass im Rahmen des Gesamtprojekts außerdem eine Schule für knapp 1000 Schüler:innen inklusive Kantine errichtet werden konnte. Alle diese Aspekte, tragen dazu bei, dass die Menschen in der Region Atsimo-Andrefana einer besseren, positiveren Zukunft entgegenblicken können und eine nachhaltige Entwicklung durch das Projekt angestoßen wurde – Water is Lifechanging πŸ’ͺπŸ’§

          

Für unsere Techies – welche Technologie dahintersteckt

Abschließend wollen wir noch verstehen was sich genau hinter dem „solarbetriebenen Wassersystem“ versteckt, welches das Leben für die Menschen vor Ort nachhaltig verbessert. Werfen wir einen Blick auf die technologische Skizze.

 

Ein ausgetüfteltes System - Die Highlights

πŸ”‹ Integrierte Batterie, um auch bei schlechter Witterung stets den Trinkwasserzugang zu gewährleisten

πŸ’‘ Beleuchtung der Wasserstelle, damit auch nachts ein sicherer Zugang insbesondere für Frauen und Kinder möglich ist

🚰 9 Wasserzapfstellen, damit mehrere Personen gleichzeitig Zugang zu sauberem Trinkwasser haben

πŸ’§ Versorgung mit bis zu 30.000 Liter sauberen Trinkwassers pro Tag

πŸ’š Zero-Emissions Technologie

Wie ihr seht, steckt hinter diesem Konzept viel Liebe zum Detail. Mit unserem Projekt finanzieren wir den Bau 2️⃣ solcher Wassersysteme – das bedeutet: doppelter Impact! In Summe kann so eine tägliche Versorgung von bis zu 60.000 Liter an sauberen und sicheren Trinkwassers bereitgestellt werden.

Alle packen tatkräftig mit an - Impressionen aus der Bauphase

               

Doch wir fangen gerade erst an – unsere Vision für das Gesamtprojekt

Gemeinsam mit unseren Projektentwicklern haben wir uns das Ziel gesetzt, 100.000 Menschen in Madagaskar den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Und das nicht irgendwann, sondern innerhalb der nächsten fünf Jahre! Ehrgeizig – ja, aber erreichbar. Und gemeinsam mit Eurer Unterstützung vielleicht sogar schneller als erwartet? 😊

Hier wird Geschichte geschrieben

πŸ“ Region Atsimo-Andrefana, Madagaskar

Jetzt CO2-Emissionen berechnen, reduzieren und ausgleichen